Diese Hunderasse ist auch bekannt als Atlas Berghund und kommt ursprünglich aus Marokko. Hauptsächlich wird der Aidi als Herdenschutz- und Wachhund (vor allem von Nomaden) in den Bergen eingesetzt. Er kann zum Begleithund ausgebildet werden und gehört laut dem FCI zu den ältesten Herdenschutzrassen überhaupt, wobei er nicht direkt ein Hütehund ist, sondern vielmehr als Beschützer einer Herde oder sogar eines ganzen Dorfes fungiert.

Sein Fell ist üppig und dick mit Unterpelz und schützt ihn dadurch vor extremen Witterungsbedingungen. Es hat den großen Vorteil, dass es trotz seiner Dichte nicht verfilzt. Die Länge der Haare variiert, ist jedoch an den Ohren und im Gesicht kurz. Das dichte meist halblange Fell des Aidi kann viele verschiedene Farbschläge haben, da Äußerlichkeiten bei der Züchtung keine Rolle spielten; von weiß über schwarz bis hin zu rot ist alles möglich. Ein Fellwechsel findet lediglich zu den Jahreszeiten statt.
Er hat sogenannte Kippohren, d.h. sie sind halbhängend und klein.

Der Aidi wiegt ca. 25 – 35 Kilogramm bei einer Größe von durchschnittlich 45 – 64 Zentimetern. Er gehört zu den mittelgroßen Hunderassen.

Ein besonderes Merkmal des Atlas Berghundes ist die Treue zu seinem Herrn; dies macht ihn zu einem sehr guten Wachhund, der aufgrund seines ausgeprägten Schutz- und Wachtriebs die Besitztümer seines Halters verteidigt. Auch als Hirtenhund eignet er sich hervorragend. Er liebt es, sich im Freien zu bewegen und wird hauptsächlich als Arbeitshund eingesetzt.
Diese Hunderasse ist zudem bekannt für ihre Stärke und Robustheit. Als Jäger eignet sie sich nur bedingt, da der Aidi keinen besonders ausgeprägten Jagdinstinkt besitzt.

Dennoch wird der natürliche Lebensraum der Aidi in Marokko immer kleiner; da Touristen keine heulenden Hunde hören wollen, finden (auch staatlich angeordnete) Tötungen statt. Zudem kommen immer mehr ausländische Hunderassen in Mode.

Es sollte beachtet werden, dass der Aidi kein Familienhund ist und somit auch nicht von jedem gehalten werden sollte. Gegenüber Fremden verhält er sich von Natur aus misstrauisch – jedoch kann man diesem Verhalten durch Training und Beschäftigung entgegenwirken.