Diese bis 74 cm Schulterhöhe große und bis 25 kg schwere Windhundrasse ist in der afrikanischen Sahelzone beheimatet und in Europa immer noch ein sehr seltener Anblick. Durch seine langen Beine und den im Verhältnis dazu kurzen Rücken wirkt der Azawakh sehr feingliedrig und elegant.

Ursprünge
In seiner afrikanischen Heimat wird er mit unterschiedlichen Namen bezeichnet, darunter auch Tuareg-Hund, was den deutlichsten Hinweis auf seine Ursprünge gibt. Die Rassebezeichnung Azawakh wurde von der FCI gewählt, weil das Azawakhtal der zentrale Punkt seines großen Verbreitungsgebietes darstellt.
Azawakh leben dort hauptsächlich bei Nomadenstämmen. Ihre große Stärke ist die Hetzjagd, ergänzt durch die Bewachung des Lagers. Letzteres erklärt, warum der Azawakh Fremden oder unbekannten Situationen zunächst mit Zurückhaltung begegnet. Dabei ist er keinesfalls aggressiv, sondern lediglich von höflicher Reserviertheit, die sich schnell legt.

Rassetypische Merkmale
Azawakh haben einen hohen Bewegungsdrang, auf den sich sein Besitzer ebenso einstellen muss, wie auf einen möglicherweise stark ausgeprägten Jagdinstinkt. Je nach Jagdleidenschaft muss ihm die Gelegenheit gegeben werden, entweder freilaufend, am Fahrrad oder auf einem gesicherten Gelände sein Laufbedürfnis ausleben zu können.
Im Haus selber sind diese Hunde bei genügend Auslauf hingegen sehr ruhig und unauffällig, entwickeln eine starke Bindung an ihre Menschen, deren Nähe sie suchen, und sind durch sanfte, konsequente Erziehung leicht zu leiten.
Da sie nur über ein dünnes Fell verfügen, sollten sie in der kühleren Jahreszeit auf den Spaziergängen entsprechende Hundemäntel tragen, die der Fachhandel gerade für die hochbeinige Erscheinung von Windhunden anbietet.

Die Entscheidung für einen Azawakh sollte wohlüberlegt sein und nur von sportlichen, aktiven Menschen getroffen werden, die seiner Laufleidenschaft gerecht werden und die sich auch mit einem vielleicht hohen Jagdtrieb und seinen Einschränkungen wie den Verzicht auf Freilauf arrangieren können.