Der Barkharwal -oder auch: Bakharwal Mastiff, Gujjar Watchdog, Kashmiri Bakharwal Dog oder Kashmiri Mastiff – ist ein Herdenschutzhund in Pir-Panjal-Bergbereich, Kaschmir, der seinen Ursprung in Indien und Pakistan findet. Die angeblich älteste Hunderasse des Himelaya wurde bisher nicht vom FCI anerkannt.

Mit einem Schultermaß von etwa 60cm bis 75cm gehört der Barkharwal zu einer schlankeren Variante der asiatischen Molosser. Es wird vermutet, dass die Rasse mit den Mastiff aus Tibet und Zentralasien verwandt ist, allerdings behaupten die Gujjar Hirten, dass der „Kaschmiri-Schäferhund“ wesentlich älter sei als diese Rassen. Diese Aussage ist allerdings sehr umstritten. Durch seine schwarz-tan Färbung und den tiefbrüstigen, muskulösen und agilen Körperbau wird eine Verwandtschaft zu anderen Molosser-Rassen (Hyrcanian Mastiff, Molossos tis Epirou, Sylvan, Tuvan Schäferhund und der Siah Sag, der aus dem iranischen Sage Mazandarani entsprungen ist sowie den europäischen Nachfahren dieser Rassen) in Erwägung gezogen. Der Barkharwal hat ein mittelanges Fell mit reichlicher Unterwolle.

Wie alle Herdenschutzhunde wurde auch der Barkharwal dazu gezüchtet, eigenständig die Herde sowie das Hab und Gut seines Besitzers zu schützen. In Deutschland sind kaum Herdenschutzhunde zu finden, die sich durch ihren eigenständigen Charakter kaum als Familienhund oder für den Hundesport eignen und – obwohl auch sie an Schafherden eingesetzt werden – nicht mit Hütehunden zu vergleichen sind. Diese Hunde agieren absolut selbstständig und wurden dafür gezüchtet, ohne Anweisungen des Menschen zu reagieren. Erscheint ihnen etwas eigenartig, gehen sie selbstständig darauf zu und überlassen es nicht ihrem Besitzer, die Lage einzuschätzen. Der Kaschmiri-Schäferhund zeichnet sich in seinem Schlag durch seine Loyalität gegenüber seinem Menschen aus, dessen Besitzgüter er mit unermüdlichem Mut schützt und gegen Fremde und Beutegreifer äußerst aggressiv vorgeht.