Beim Bandog handelt es sich nicht um eine bestimmte Hunderasse; der Bandog (zu deutsch: Kettenhund) beschreibt einen Hund, der überwiegend an der Kette gehalten wird, dabei kommen verschiedene Hunderassen in Frage. Die beliebtesten Mischungen bestehen dabei aus einem American Pit Bull Terrier und einem Molosser.
Der Bandog wird meist als aggressiver Wachhund eingesetzt, der die meiste Zeit an der Leine angekettet oder aber im Zwinger verbringt. Wenn das Gelände menschenleer ist bzw. nachts, dürfen die Hunde sich dann frei bewegen um das Grundstück zu bewachen.

Die einschlägige Kampfhund-Szene- das traurige Schicksal vieler Bandogs

Der Begriff Bandog wurde vor allem durch die Kampfhund-Szene bekannt. Hier gelten besonders große Hunde als Bandogs, die durch verschiedene Kreuzungen entstehen. Diese Bandogs gelten aufgrund ihrer Aggressivität als hervorragende Kämpfer bei illegalen Wettkämpfen. Das diese Kämpfe verboten und an Tierquälerei kaum zu übertreffen sind, ist eine traurige Wahrheit.

Auswirkungen

Das permanente Anketten eines Hundes ist verboten bzw. mit sehr strengen Auflagen verbunden.
Dem Hund wird dabei großer körperlicher und seelischer Schaden zugefügt. Hunde sind Rudeltiere und brauchen soziale Kontakte zu Menschen oder Artgenossen. Durch das Anbinden werden Verhaltensstörungen hervorgerufen und verstärkt. Der Bewegungsdrang kann nicht ausgelebt werden und der Hund leidet an gesundheitlichen Beschwerden. Die Haltung im Zwinger ist mit ähnlichen Konsequenzen verbunden und sollte möglichst nur über kurze Zeiträume stattfinden. Für einen mittelgroßen Hund gilt die Richtlinie der Zwingergröße von 8 Quadratmetern oder mehr.

Im bayerischen Hundekatalog (Rasseliste) finden sich folgende Informationen:
„Als Bandog (Kettenhund) werden im Allgemeinen Kreuzungen großrahmiger Hunde (Schulterhöhe über 45 cm, Gewicht über 30 kg) mit hoher Aggressivität bezeichnet. Es besteht kein einheitliches äußeres Erscheinungsbild, die Farbschläge variieren.“