Bayerische Gebirgsschweißhunde sind eine Jagdhunderasse, welche vor allem für den Einsatz bei der Jagd in den Alpen und anderen höher gelegenen Gebieten gezüchtet wurden. Entstanden ist die Rasse aus Kreuzungen zwischen dem Hannoverschen Schweißhund und verschiedenen Bracken gegen Ende des 19. Jahrhundert – Ziel dieser Kreuzung war ein leistungsfähiger Jagdhund, der leicht und beweglich genug für den Einsatz im Gebirge war.

Die Hunde dieser Rasse werden bis zu 52 cm groß, haben ein Gewicht zwischen 20 und 25 Kilogramm und sind eher muskulös, vor allem die Beine sind meist sehr kräftig. Das Fell ist kurz und liegt dicht am Körper an, die Farbe kann variieren – Hirschrot, Rotbraun, Rotgelb, Rotgrau sind nur einige Beispiele. Die Ohren und der Rücken besitzen häufig eine dunklere Färbung als der restliche Körper, sehr selten sind hingegen komplett dunkle Bayerische Gebirgsschweißhunde. Aufgrund des kurzen, eher etwas rauhen Fells ist der Bayerische Gebirgsschweißhund recht pflegeleicht, kurzes Abbürsten und regelmäßiges Absuchen nach Parasiten wie zum Beispiel Zecken sind ausreichend.

Bei richtiger Auslastung (Jagd!) sind diese Hunde zu Hause sehr ruhig und ausgelassen, sie können dann problemlos in Haus, Wohnung und Garten gehalten werden und sind quasi perfekte Familienhunde. Eingesetzt werden sie meist zur Suche von verletztem oder angeschossenem Wild, welches sie mit ihrem ausgezeichneten Geruchssinn über viele Kilometer aufspüren, verfolgen und schließlich verbellen, um den Jäger so bis ans Ziel zu bringen. Aufgrund dieser jahrzehntelangen Spezialisierung werden diese Jagdgebrauchshunde von seriösen Züchtern ausschließlich an Jäger vergeben, denn allein dort können sie wirklich artgerecht beschäftigt und ausgelastet werden.