Der Beauceron oder auch Berger de Beauce ist ein französischer Gebrauchshund. Der erste Rassestandard wurde 1989 entwickelt. Zuvor war die Entwicklung sehr eng mit der des Briard verbunden und bis zu diesem Zeitpunkt galten die beiden auch als ein und dieselbe Rasse. 1989 wurde sodann der „Club Francais du Chien de Berger“ gegründet und somit die beiden Rassen klar getrennt. 1927 entstand der erste Spezialclub für den Beauceron, der inzwischen zu den 10 populärsten Hunderassen in Frankreich zählt. Sein Verbreitungsgebiet liegt hauptsächlich in der Beauce, einem Landstrich 200km südwestlich von Paris und im Norden entlang der Grenze zu Belgien.

Insgesamt wirkt der Beauceron wie eine stämmigere Ausgabe des Dobermanns ohne dabei schwerfällig zu wirken. Viel mehr erweckt die Rasse einen sehr aufgeweckten Eindruck. Er hat ein Schultermaß von 61cm bis 70cm und einem Gewicht von 35kg bis 40kg. Das kurze Fell ist tiefschwarz mit eichhörnchenrotem Brand und zumeist mausgrauer Unterwolle. Ein besonderes Merkmal der Rasse ist die doppelte Afterkralle.

Der Beauceron ist überall zu finden, er agiert als Diensthund bei Polizei oder Militär wie auch als Rettungshund. Natürlich erfreut er sich auch im Hundesport einer immer größeren Beliebtheit. Denn der selbstständige und intelligente Franzose verfügt in der gemeinsamen Arbeit mit seinem Menschen über hohe Ausdauer und große Freude. Von Anfang an sollte dem Besitzer eines Beauceron jedoch dessen Schutztrieb bewusst sein. In richtige Bahnen gelenkt wird diese Rasse zu einem treuen Begleiter, der auch in der Lage ist Situationen selbst einzuschätzen. Seine Erziehung erfordert Fingerspitzengefühl, denn hier kann einem die Intelligenz und das Mitdenken des Hundes auch zum Nachteil werden. Der Beauceron verzeiht keine Fehler und neigt durchaus dazu, bei jedem Kommando nach dem „Warum“ zu fragen. Einmal den richtigen Weg gefunden erhält man allerdings einen treuen Begleiter, der gefördert werden will.