Der „Berger de Savoie“ stammt ursprünglich aus der Provence in Südfrankreich. Als wertvolle Helfer beim Bewachen und Hüten von Weidetieren wurde er von Hirten und Bergbauern sehr geschätzt.
Das Besondere an dieser Hunderasse ist, dass sie nicht planmäßig gezüchtet wurde, sondern sich weitgehend von selbst herausgebildet hat.
Er war auch unter dem Namen „Berger des Alpes“ bekannt, im deutschen Sprachraum auch als „Savoyer Hütehund“.

Aussehen und Körperbau

Die mittelgroßen Hunde können bis 35 kg schwer werden, ihre Höhe beträgt bis 58 cm. Der kräftig gebaute Körper ist relativ langgestreckt, die Läufe muskulös mit recht dicken Pfoten.
Auffällig ist auch der markante Kopf mit den kleinen Kippohren. Sein stockhaariges, dichtes Fell enthält viel Unterwolle, so dass der „Berger de Savoie“ widerstandsfähig gegen Kälte und gegen ungünstige Witterungsbedingungen ist. Die Fellfarbe ist bei manchen Exemplaren dreifarbig grau-braun-bläulich mit schwarzen Spitzen, manchmal auch nur schwarz-braun.

Wesen

Der „Berger de Savoie“ gilt als eigensinnig, aber liebenswert und ist auch als Familienhund geeignet. Besitzer eines solchen Hundes sollten in der Erziehung mit viel Einfühlungsvermögen vorgehen, dabei aber immer konsequent bleiben.
Diese lebhaften, aufmerksamen Hunde brauchen jedenfalls viel Gelegenheit zur körperlichen und geistigen Beschäftigung.

Eine sehr seltene Rasse

Der „Berger de Savoie“ war bisher nie als eigenständige Hunderasse anerkannt.
Heutzutage kann man sie leider nur äußerst selten antreffen, denn ihre Rasse wurde in den letzten Jahrzehnten kaum mehr gezüchtet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in Frankreich nur noch wenige Tiere, aktuell wird ihre Anzahl auf etwa 100 geschätzt.
Inzwischen gibt es in Frankreich einen Verein, der sich die Zucht dieser interessanten Rasse zur Aufgabe gemacht hat. Außerdem soll die Anerkennung als eigenständige Rasse erreicht werden.

Der „Berger de Savoie“ ist kräftig, eigensinnig, liebenswert, familientauglich, lebhaft, aufmerksam.