Durch Kreuzung der beiden englischen Hunderassen Beagle und Harrier wurde zwischen 1920 und 1930 der Beagle Harrier gezüchtet. Der französische Baron Gérard wollte einen Jagdhund züchten, da ihm Beagles für die Jagd auf Rehe zu klein und für die Hasenjagd ungeeignet erschienen. Die neue Jagdhundrasse sollte die feine Nase des Beagle sowie die Jagdeigenschaften des Beagle besitzen, aber insgesamt größer sein. Um dieses Ziel zu erreichen, kreuzte er eine Harrier-Hündin mit einem Beagle-Rüden.

Vor allem in Frankreich ist der Beagle Harrier ein beliebter Jagdhund. Er wird bei der Jagd auf Wildschweine, Füchse, Rehe, Hasen und Hirsche angesetzt. Der Beagle Harrier ist ein leidenschaftlicher, unermüdlicher Jagdhund. Außerhalb Frankreichs ist dieser ganz besondere Hund jedoch leider kaum bekannt. Dabei ist der Beagle Harrier nicht nur ein ausgezeichneter Jagdhund, sondern ein ruhiger und sanfter Haushund, welcher sich ausgezeichnet als Familienhund eignet. Der Beagle Harrier ist gegenüber anderen Hunden sehr verträglich, kinderfreundlich, lässt sich leicht erziehen und schnappt oder beißt nur in Ausnahmesituationen.

Der Beagle Harrier ist ein mittelgroßer Hund mit einer Schulterhöhe von 45 bis 50 Zentimeter und bringt ungefähr 20 bis 25 Kilo auf die Waage. Er besitzt ein leicht zu pflegendes glatthaariges dreifarbiges Fell mit dunklen oder grau geflammten Abzeichen und einen muskulösen Körperbau. Ein Beagle Harrier besitzt eine durchschnittliche Lebenserwartung von zwölf Jahren.

Dieser ruhige und sanfte Hund möchte auch als Haushund seine Jagdleidenschaft befriedigen. Wird er nicht als Jagdhund eingesetzt, sollte er mit Agility, Fährtensuche, Turnierhundesport oder Obedience beschäftigt werden. Diese Rasse besitzt nicht nur ein freundliches und ruhiges Wesen gegenüber Menschen und Artgenossen, ein Beagle Harrier ist lauffreudig, ausdauernd, zärtlich und intelligent.

Vor der Anschaffung eines Welpen dieser außergewöhnlichen Rasse sollte bedacht werden, dass einem Beagle Harrier mindestens vier Stunden Zeit täglich gewidmet werden sollte. Ideal ist es, wenn der Beagle Harrier in ländlicher Umgebung gehalten werden kann. Hunde dieser Rasse benötigen nicht nur viel Zuwendung sondern auch viel Auslauf. Sein glattes Fell ist leicht zu pflegen, in dem es von Zeit zu Zeit gekämmt wird. Der Beagle Harrier ist eine von über 300 Hunderassen, welche vom FCI anerkannt sind. Vom FCI wird er in die Kategorie Laufhunde, Schweißhunde und sonstige Rassen eingeordnet.

Ein Welpe sollte idealerweise beim Züchter gekauft werden. Hundeausstellungen sind eine gute Möglichkeit, Kontakte zu Züchtern zu knüpfen und wertvolle Tipps bezüglich der Haltung, Pflege, Erziehung und Ernährung zu erhalten. Ein seriöser Züchter ist unter anderem daran zu erkennen, dass er seine Welpen nicht einfach an jede beliebige Person abgibt, sondern dem zukünftigen Hundehalter auch Fragen stellt. Der Käufer eines Welpen sollte sich den gesamten Wurf anschauen, um den Welpen im Kreis seiner Wurfgeschwistern beobachten zu können. Wenn der Hundezüchter und der künftige Welpenbesitzer sich einig sind, kann der Kaufvertrag mit gutem Gewissen unterschrieben werden.