Von den Tafeln hat fast jeder schon einmal gehört. In vielen Städten sammeln sie Lebensmittel, deren Verfalldatum abzulaufen droht, Reste von Buffets und  Nahrungsmittelspenden. Damit werden Bedürftige versorgt, deren Geld nicht reicht, um sich regelmäßig etwas zu Essen zu kaufen. Da kommt regelmäßig eine Menge zusammen, was sonst weggeworfen würde. So kann es, zur Freude vieler ärmerer Menschen, noch einem guten Zweck dienen.

Das ist Charity zum Anfassen. Man sieht, dass die Hilfe unmittelbar ankommt und Gutes bewirkt. Das klappt tadellos, so dass man etwas Ähnliches auch für Tiere organisieren müsste, haben sich einige Tierfreunde überlegt. So entstand die Tiertafel Deutschland e.V.. Sie wird unterstützt vom „International Fund for Animal Welfare“.

Gesagt, getan: Beim „Dog Walk Day“ kann man dafür sorgen, dass Futter für die Tiere hilfsbedürftiger Mitmenschen zusammenkommt. Mitmachen ist ganz einfach. Beim „Dog Walk“ tun Hund und Mensch genau das, was sie sonst ohnehin tun würden: Sie gehen Gassi. Am Start erhält jedes Team ein Kontrollkärtchen und nun gilt es, zu Fuß nacheinander verschiedene Kontrollstationen zu passieren, an denen es jeweils einen Stempel auf das Kärtchen gibt. Alles ganz gemächlich, keiner muss hetzen. An den Kontrollstellen stehen immer genug Wassernäpfe, manchmal sogar ein Stück Kuchen bereit. Positiver Nebeneffekt: Nach und nach lernt man weitere Hunde, Herrchen und Frauchen kennen und bei gegenseitiger Sympathie geht es gemeinsam weiter, um den nächsten Stempel zu ergattern. So bilden sich mit der Zeit muntere Gruppen. Beim Finden des Weges helfen kleine Fähnchen entlang der Route.

Schließlich erreichen alle wieder den Ausgangspunkt. Jetzt werden die Stempel gezählt . Für jeden gelaufenen Kilometer spendieren die Sponsoren dem Verein eine Dose Futter. Im Schnitt kommt bei so einer Veranstaltung jeder der angetretenen Hunde auf sechs Kilometer gelaufener Strecke. Damit hat er einem Artgenossen die Verpflegung für eine ganze Woche gesichert. Je mehr Teilnehmer, um so besser wird das Ergebnis. Und da sich die Aktion von Jahr zu Jahr weiter herumspricht, kommen jedes mal mehr Dosen zusammen. Selbstverständlich freut sich die Tiertafel auch über weitere Unterstützer und Förderer.

Gerade Rentner, ärmere Menschen und Obdachlose verbringen viel Zeit mit ihrem Hund und kümmern sich meist hervorragend um ihn. Es wäre doch ein Jammer, wenn es am nötigen Futter, Zubehör oder tierärztlicher Versorgung fehlen sollte. Die Tafel hilft gerne, möchte aber nicht als Aufforderung missverstanden werden, sich bei bei bereits eingetretener Notlage ein Tier zuzulegen, das man nicht selbst versorgen kann. Deshalb achten die Mitarbeiter darauf, dass es sich nicht um Tiere handelt, die gerade erst neu angeschafft wurden.