Der Mops erfreut sich in den letzten Jahren steigender Beliebtheit. „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.“ Das erklärte kein Geringerer als Loriot, alias Vicco von Bülow. Er musste es wissen, denn er war ein bekennender Mopsfan, hatte mehrere Möpse gleichzeitig und baute diese gelegentlich sogar in seine Sketche mit ein.

Gemäß seiner Devise, dass der Humor meist im Banalen liegt, nahm Loriot seine Mopsliebe damit immer wieder selbst auf die Schippe. So sind etliche amüsante Filmbeiträge entstanden. Im „Waldmops“ stellte er den vermeintlichen Vorfahren des Mopses, ein stattliches Rotwild mit prächtigem Elchgeweih vor. Der heutige Mops, so heißt es, sei lediglich ein Produkt ehrgeiziger Züchtung, weil die Geweihschaufeln sich bei Schoßtieren als störend erwiesen hätten. Nach und nach seien dem Tier seine einst prächtige Nase und sein Geweih weggezüchtet worden, erst so sei die heutige Form zustande gekommen. Nur einige wenige Waldmöpse lebten demnach noch in Freiheit und durchstreiften die Natur.

Auch in Loriots Film „Erste deutsche Mondlandung“ spielen Möpse die Hauptrolle. „Meyer“ und „Pöhlmann“, so die Namen der beiden Hauptdarsteller, betreten als erste deutsche Astronauten die Mondoberfläche. Dabei verbindet sich Banalität mit dem Pathos eines vermeintlich weltbewegenden Augenblickes. Ähnlich und ebenso sehenswert ist sein Beitrag „Möpse am Nordpol“. „Bubble“ und „Lorman“ kämpfen sich heroisch durch die Schneemassen der weißen Hölle und erreichen schließlich nach wochenlangen, harten Entbehrungen den Pol. „Deutschland ist stolz auf Euch!“ jubelt der begeisterte Kommentator im Stil der einstigen Wochenschau, als am Ziel siegreich das Bein gehoben wird.

 

Zu den legendärsten Trickfilm-Sketchen gehört „Bello“, dem ein ehrgeiziger Herr Dr. Sommer angeblich das Sprechen beigebracht hat. Mit Sätzen wie „Otto Kohl fühlt sich wohl bei der Oberpostdirektion.“, blamiert sich Bello im Interview, da er kaum mehr, als ein unverständliches „Wooo,…Wooo…“ herausbringt. Zu den Klassikern zählt natürlich  „Wum“, der in den Siebzigern gemeinsam mit dem Elefanten „Wendelin“ fester Bestandteil der Show „Der große Preis“ mit Wim Thoelke wurde. Wum’s Song „Ich wünsch mir ne kleine Miezekatze“ schaffte es sogar bis in die Charts. Er hatte übrigens so lange Ohren, dass er einen Knoten hinein machen konnte, um sich an etwas zu erinnern.

Unvergessen geblieben ist auch das Gastspiel im Circus Krone. Hier trat Loriot als Hundedompteur gemeinsam mit Hündin „Jenny“ auf. Die ignorierte jedes seiner Kommandos, nicht ein einziges Kunststück wollte gelingen. So war er durchgehend bemüht, die Situation zu retten. Gerade dadurch gewinnt die Nummer ihren Charme und man lacht Tränen.