So funktioniert Sex bei Hunden

6. Apr 2011

Rüden sind immer zur Paarung bereit. Hündinnen jedoch nur zweimal im Jahr während der kurzen Periode ihrer Läufigkeit. In der Regel je einmal im Frühjahr und im Herbst. Für Rüden bedeutet das, dass sie nur selten Gelegenheit haben, eine Hündin zu decken. Nur an wenigen Tagen während ihrer Läufigkeit läßt die Hündin Annäherungen überhaupt zu. Und auch dabei akzeptiert sie bei weitem nicht jeden Kandidaten.

 

Rüden nehmen den unverkennbaren Geruch der Läufigkeit über große Entfernungen wahr. So kann es passieren, dass vor dem Gartenzaun einer Hundedame, deren Zyklus gerade am entsprechenden Punkt angelangt ist, etliche Bewerber sitzen, die auf ihre Chance hoffen. Mancher Hundehalter wundert sich, dass sein sonst so treuer Hund plötzlich auf und davon ist. Er hat sich, oft gemeinsam mit anderen Rüden, vor dem Haus einer läufigen Hündin postiert, um die Gelegenheit auf keinen Fall zu verpassen.

 

Beginnt eine Hündin läufig zu werden, so trinkt sie mehr als sonst und uriniert häufiger. Der Geruch des Urins verrät dem männlichen Geschlecht, dass die Paarungsbereitschaft näher rückt. Die Rüden schnuppern besonders aufmerksam daran; ihre sexuelle Bereitschaft wird dadurch angeregt. Sie begeben sich auf die Spur der Hündin. Am Ende der Vorphase kann durch Veränderungen in der Vaginawandung der Ausfluß der Hündin mit etwas Blut gemischt sein.

 

Wenngleich die Rüden der Hündin bereits eifrig nachstellen, zeigt diese sich noch unzugänglich, knurrt und schnappt nach zu aufdringlichen Verehrern. Versuchen Rüden sie bereits zu besteigen, dreht sie sich weg oder setzt sich. Erst am zweiten Tag der eigentlichen Fruchtbarkeitsphase erfolgt der Eisprung. Bald darauf wird die Hündin zugänglicher und sucht nun selbst die Nähe der Rüden. Sie hat ihre eigenen Favoriten und ist durchaus nicht wahllos. Man beschnuppert und beleckt einander. Der Rüde legt schließlich seinen Kopf auf den Rücken der Hündin. Weicht sie nun nicht aus, so besteigt er sie. Um ihm das Eindringen zu erleichtern, dreht sie den Schwanz zur Seite. Auch durch ihre Haltung bemüht sie sich, den Rüden zu unterstützen. Diese Kooperationsbereitschaft spielt gerade bei Paaren verschiedener Rassen eine entscheidende Rolle. Denn dann sind oft Größenunterschiede zu überwinden und es gibt viele Geschichten darüber, was Hunde sich haben einfallen lassen, um selbst unter schwierigen Bedingungen zu Nachwuchs zu kommen. Einige Rüden packen die Hündin bei der Kopulation zusätzlich im Genick, was diese ohne Gegenwehr geschehen lassen.

 

Viele Haushunde werden heute bereits in jungen Jahren kastriert beziehungsweise sterilisiert. Bei den übrigen ist Nachwuchs oft nur im Rahmen einer kontrollierten Zucht innerhalb derselben Rasse erwünscht. Biologisch ist es jedoch grundsätzlich allen Hunden möglich, sich untereinander zu paaren. Und immer wieder gelingt es einzelnen, die eigentlich nicht füreinander „bestimmt“ waren, zueinander zu finden. Das Ergebnis sind Mischlinge, die oft gerade durch den zufälligen Mix verschiedener Rassemerkmale einen ganz eigenen Reiz haben.

 

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