Zu den ersten Dingen, die ein junger Hund erlernt, gehört das Kommando „Sitz!“. Wenn man es von Anfang an mit einem Sichtzeichen, beispielsweise Zeigefinger aufwärts, verbindet, reicht später allein schon dieses Zeichen aus. Ein sitzender Hund ist aufmerksam und gespannt darauf, was als nächstes passiert. Man hat es nun wesentlich leichter, Einfluß auf ihn zu nehmen. Deshalb gehört das Sitzen zu den ersten Übungen, die beherrscht werden sollten.

Mit einem kleinen Leckerbissen ist es recht einfach, den Hund zum Sitzen zu bewegen. Man hält es über seinem Kopf und er setzt sich, um es genau im Auge zu behalten. Sobald er das tut, sagt man „Sitz!“ und zeigt das Sichtzeichen. Der sitzende Hund wird nun mit dem Leckerbissen belohnt und verbindet mit der Zeit das Kommando mit dem Hinsetzen. Auch beim Spielen kann man üben. Das Spielzeug wird hochgehalten, sobald der Hund sich setzt, sagt man „Sitz!“. Sowohl das Leckerli, als auch das Spielzeug sollen nicht zu hoch gehalten werden, sonst könnte der Hund versucht sein, danach zu springen. Ebenso sollte man vermeiden, sich über den Hund zu beugen. Für manch jungen Hund kann das bedrohlich wirken, er könnte versucht sein, auszuweichen.

Unterstützend kann man das „Sitz!“ auch dann schon dann sagen, wenn der Hund sich gelegentlich aus eigenem Entschluß setzt. So verbindet er beides um so schneller.

Zunächst lernt der Hund das Kommando in unmittelbarer Nähe des Menschen auszuführen. Wenn das gut klappt, kann man beginnen, es auch aus ein, später zwei Metern Distanz zu geben. Intensives Lob und gelegentliche Belohnungen sorgen für schnellen Lernerfolg. Steht der Hund neben einem und kann das Sichtzeichen nicht erkennen, kann man ihn hinten sanft herunterdrücken. Sobald er sitzt, wird er entsprechend gelobt.

Etwas mehr Geduld braucht man, bis ein Hund lernt, so lange weiterhin sitzen zu bleiben, bis man ein entsprechendes Kommando (zum Beispiel „Komm!“ oder „und Lauf!“) gibt. Das funktioniert anfangs nur für Sekunden, aber mit der Zeit stellen sich auch hierbei Fortschritte ein.

Mit der Zeit kann man den Hund daran gewöhnen, sich in bestimmten Standardsituationen grundsätzlich zu setzen. So beispielsweise, wenn er aus großer Entfernung auf Pfiff zurückgekehrt ist. Dafür reicht es aus, beim Herankommen das Sichtzeichen zu geben und den Hund ausgiebig zu loben, gelegentlich auch zu belohnen, sobald er vor einem sitzt. So wird es leichter, ihn bei Bedarf anzuleinen. Oder auch vor dem Überqueren einer Straße. Dass die Straße nicht vor dem Hinsetzen überschritten wird, wird bald zur Gewöhnung, wenn man es konsequent handhabt.

Junge Hunde können gut etwas abgucken. Es kann also durchaus hilfreich sein, einen jungen Hund im Beisein eines Erfahrenen auszubilden. Bald beobachtet der Welpe, wie der erwachsene Kumpel auf bestimmte Kommandos reagiert und dass es dafür Lob gibt und er versucht es nachzumachen.