Nicht weglaufen

Taucht ein Hund auf, der dir nicht geheuer ist, so schützt du dich am besten, indem du stehen bleibst und ihn nicht beachtest. So wirst du für den Hund uninteressant. Denn seinem Instinkt gemäß, muss etwas, das sich nicht bewegt, weder verfolgt, noch angegriffen werden. Würdest du hingegen wegrennen, so könnte das seinen Jagdtrieb auslösen. Was nämlich flüchtet, betrachtet der Hund als Beute. Er wird es verfolgen und zu fangen versuchen. Außerdem ist der Hund schneller. Er hätte dich bald eingeholt.

Nicht anstarren

Kennt ein Hund dich noch nicht, so wird er dich aufmerksam betrachten. Selbstverständlich darfst auch du den Hund anschauen. Du solltest ihm aber nicht länger starr in die Augen sehen. Denn unter Hunden gilt das als Herausforderung. Er könnte das als Provokation verstehen, festzustellen, wer der Stärkere ist. Schau zwischendurch auch immer mal ein wenig zur Seite.

Nicht losreißen

Hunde packen beim Spielen auch mal mit dem Maul nach den Händen der Menschen oder sie beißen in die Schuhe, versuchen die Schuhbänder aufzuziehen oder sie kneifen in Jacke oder Hose. Schließlich haben sie keine Hände; die Zähne sind ihre einzige Möglichkeit, nach etwas zu greifen. Normalerweise hat der Hund ein gutes Gefühl dafür, nur so leicht zuzubeißen, dass es nicht weh tut. Wird es dir aber doch einmal zu viel, versuch nicht, dich loszureißen, sondern beweg dich einfach nicht mehr. Hier gilt das gleiche, wie beim Weglaufen: Was zappelt, betrachtet der Hund als Beute, aber was sich eine Weile nicht bewegt, wird schnell uninteressant. Und dann läßt er wieder los.

Nicht erschrecken
Schleich dich nie von hinten an, sondern nähere dich einem Hund immer von vorne und sprich ihn an, damit er keinen Schreck bekommt. Er könnte sonst reflexartig glauben, er müsse sich verteidigen.

Nicht erschrecken lassen

Dass ein Hund bellt, heißt nicht automatisch, dass er gefährlich ist oder dich nicht mag. Gehst an einem Zaun oder einer Hecke vorbei, so ist es ganz normal, dass der Hund, der dort wohnt, bellt. Auf diese Weise zeigt er, dass das sein Zuhause ist und dass er sein Revier beschützt. Deshalb solltest du weder erschrecken, noch das Grundstück betreten, sondern einfach weitergehen.

Nicht ärgern

Auch wenn ein Zaun oder ein Gitter zwischen dir und einem Hund ist und er dich wütend anbellt, solltest du ihn nie ärgern oder etwas nach ihm werfen. Wahrscheinlich will er nur sein Territorium beschützen. Hunde merken sich, von wem sie geärgert worden sind und du kannst nie wissen, ob ihr euch vielleicht einmal woanders begegnet. Am besten beachtest du ihn überhaupt nicht.

Nicht reiten

Hunde sind keine Ponys. Und so verlockend es bei manchen großen Hunden auch sein mag, mögen sie es gar nicht, wenn sich jemand auf ihren Rücken setzt. Unter Hunden ist es nämlich eine Dominanzgeste, wenn einer dem anderen auf den Rücken zu steigen versucht. Das würde ein Hund als Herausforderung verstehen und sich entschieden zur Wehr setzen.

Nie beim Fressen stören

Fressen ist etwas ganz Wichtiges im Leben eines Hundes. Deshalb verteidigt er es auch ganz erbittert, wenn er befürchtet, man wolle es ihm wegnehmen. Sowohl gegen andere Hunde, als auch gegen Menschen. Deshalb lass einen Hund immer in Ruhe sein Futter auffressen, bevor du zu ihm gehst.

Nicht eingreifen, wenn Hunde aneinander geraten

Wenn zwei Hunde sich nicht mögen, kann es zu einer Prügelei kommen. Für den Menschen sieht das oft viel schlimmer aus, als es ist. Die Hunde sind dann so aufeinander konzentriert, dass sie nicht mehr mitbekommen, was um sie herum geschieht. Versuch nicht, einzugreifen. Du könntest versehentlich gebissen werden.