Der Altdänischer Vorstehhund, in der Landessprache auch bekannt als Gammel Dansk Hoensehund, wurde im 18. Jahrhundert aus dem Bluthund gezüchtet. Bis zum Zweiten Weltkrieg gab es die Rasse fast nur in Dänemark und war vom Aussterben bedroht. Züchter sicherten den Fortbestand dieser Art und mittlerweile ist diese Hunderasse zu einem beliebten Gefährten geworden. In der FCI-Klassifizierung gehört er der 7. Gruppe der Vorstandshunde, Sektion 1.1 der Kontinentalen Vorstehhunde an.

Der Rüde dieser Hundeart wird knapp 60 cm groß. Er kann bis zu 35 kg schwer werden und hat einen sehr robusten und muskulösen Körperbau. Das Weibchen dagegen erreicht höchstens eine Größe von 56 cm. Das Gewicht beträgt durchschnittlich 31 kg und ist somit leichter gebaut. Die Hündinnen sind im Gegensatz zu den Rüden auch etwas launischer und aufgeweckter. Die dunkelbraunen Augen stehen nicht hervor, sind allerdings auch nicht zu tief eingebettet. Er hat weiß-braun geschecktes Fell, welches kurz und dicht ist. Seine langen Schlappohren stammen von dem Bluthund ab und sind am Ende abgerundet. Sein Fell braucht außer regelmäßiges ausbürsten keine außergewöhnliche Pflege. Auch bei der Ernährung gibt es keine Besonderheiten zu beachten. Seine mittellange Rute trägt er hängend. Sie ist etwas zu tief angesetzt und reicht bis zu den Sprunggelenken. Leider weist diese Hundeart auch einige Fehler auf. Unter anderem sind der Fang und die Kruppe zu kurz und die Augen sind zu hell. Er hat eine schlechte Kopfhaltung, die Knochen sind sehr dünn und er hat ein Zangengebiss. Trotzdem kann der Altdänischer Vorstehhund ein Alter von 12 bis 13 Jahren erreichen.

Da er ein ruhiges Gemüt hat und sehr kinderlieb ist, eignet sich diese Hunderasse ideal als Familienhund. Er lässt sich leicht erziehen, benötigt aber eine Bezugsperson, der er sich dann unterordnet. Aufgrund seiner Lernbereitschaft und schnellen Auffassungsgabe ist nicht zwingend notwendig, mit ihm zu einer Hundeschule zu gehen. Der Altdänischer Vorstehhund ist fremden Menschen gegenüber anfangs zwar zurückhaltend und ängstlich, aber verträgt sich gut mit anderen Hunden. Der intelligente Vorstehhund ist wachsam und aufmerksam, aber nicht aggressiv. Er passt sich seiner Umgebung an. Deshalb kann man den Hund nicht nur auf dem Land halten, sondern genauso gut in der Stadt. Er braucht sein Auslauf und ist sehr verspielt. Auf einer Wiese rennen, Hol- und Bringspiele und in Flüssen oder Seen schwimmen machen ihm besonders viel Spaß. Er kann sich an alle Witterungsverhältnisse anpassen. Kälte bzw. Wärme machen dem Tier nichts aus.

Aufgrund seiner feinen Nase ist er ein beliebter Sport- und Jagdgefährte. Mit seiner Ruhe und Entschlossenheit bringt er keine Verwirrung oder Hektik in die Jagd und bleibt mit dem Jäger stets in Kontakt. Unter anderen wird der Altdänischer Vorstehhund auch zum Drogenspürhund oder Sprengstoffhund ausgebildet und eingesetzt. Ebenso eignet er sich gut als Schweiß- und Suchhund.