Sexunfall – Wenn Hunde nicht mehr voneinander los kommen

Unfälle beim Sex, so etwas erwartet man normalerweise eher von Dieter Bohlen. Aber auch bei Hunden kann gelegentlich etwas schief gehen. Nach der Kopulation kann es vorkommen, dass Hündin und Rüde sich für eine Weile nicht voneinander trennen können. Obwohl sie sich redlich bemühen, sind sie aneinander gefesselt. Erst nach längerer Zeit ist es ihnen wieder möglich, auseinander zu kommen.

Wenn der Rüde die Hündin besteigt, so ist sein Glied noch nicht vollständig erigiert. Um einzudringen, bewegt der Rüde sein Becken in kräftigen, stoßenden Bewegungen. Die Hündin unterstützt ihn, indem sie ruhig verharrt und den Schwanz zur Seite legt. Um Halt zu finden klammert der Rüde sich mit den Vorderpfoten am Körper seiner Partnerin fest. Seine Brust liegt unmittelbar auf ihrem Rücken. Manche Rüden beißen der Hündin zusätzlich ins Nackenfell.

Der Penis hat am Schaft einen Schwellkörper, der erst nach dem Eindringen anschwillt. Erst jetzt die die Erektion vollständig. Gleichzeitig zieht sich bei der Hündin die Vaginalmuskulatur zusammen. Wenn der Rüde nach einigen weiteren Stößen ejakuliert hat, führt seine vollständige Erektion in Verbindung mit der eng gewordenen Scheide zu einer Blockade. Der Weg hinaus ist versperrt. Er möchte Absteigen, kann sich aber nicht lösen. Beide versuchen nun, durch Ziehen und Zerren, sich voneinander zu befreien, was eine unangenehme und schmerzhafte Angelegenheit sein kann. Beide jaulen und winseln, purzeln oft bei den vergeblichen Bemühungen übereinander.

Es kann qualvoll lange dauern, bis das Glied abschwillt und sich solch eine Sperre löst. Im Schnitt sollten beide nach einer halben Stunde befreit sein. Es wurden aber schon Fälle von bis zu zwei Stunden berichtet. Für die Hunde, die keinesfalls damit rechnen, ist das bestenfalls unangenehm, bis hin zur Panik. Es gibt auch keinen Grund anzunehmen, dass die Befruchtung dadurch intensiver oder erfolgreicher wäre. Es ist auch nicht wahrscheinlich, dass die Hündin das empfangene Sperma wieder „verlieren“ könnte.

Beide sind danach ziemlich durcheinander und lecken ihre Genitalien. Zoologen rätseln, was die Ursache dafür ist und warum die Natur es so eingerichtet hat, dass so etwas passieren kann. Denn auf den ersten Blick ist kein biologischer Sinn dafür erkennbar.

Im Gegenteil: Bei Wölfen wurde diese Erscheinung auch beobachtet und hier sind beide für eine lange Zeit völlig wehrlos und unfähig zur Flucht. Sollten sie angegriffen werden, können sie ihre Bewegungen kaum wirksam aufeinander abstimmen. Darin liegt in freier Wildbahn sogar eine erhebliche Gefahr für die Arterhaltung.

Logisch nachvollziehbar erscheint einzig folgende Erklärung: Forscher haben herausgefunden, dass der Rüde in drei aufeinanderfolgenden Etappen verschiedene Sperma-Qualitäten ejakuliert, wobei deren Zusammensetzung variiert. Nur das vollständige Zusammenspiel der Ejakulate mag zur erfolgreichen Befruchtung fähig sein, weshalb das Festhalten möglicherweise dem Zweck dient, einen vorzeitigen Abbruch zu vermeiden, da sonst wichtige Substanzen fehlen könnten, die die Spermien vollständig aktivieren.

9 Gedanken zu „Sexunfall – Wenn Hunde nicht mehr voneinander los kommen

  • 5. Januar 2012 um 12:19
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    WARUM muß in diesem Fall wieder mal ein Dieter Bohlen für vermeintlichen Witz sorgen. Wie seriös ist das denn…?

    Eher dämlich und völlig unnötig!

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  • 4. März 2013 um 12:12
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    Hunde gehören kastriert; Zuchthunde sollten nicht gekauft werden.
    Es gibt zuviele (Straßen-)hunde oder welche im Tierheim.

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  • 12. Juli 2014 um 11:20
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    Sorry, aber der Artikel ist voller falscher Informationen.

    – Diesen Vorgang nennt man “Hängen” und er ist bei fsat alle Caniden zu finden und völlig normal. Bei Hunden beträgt die übliche Zeit 10-50 Minuten. Von zwei Stunden habe ich noch nie gehört.

    – Der Rüde dringt völlig unerigiert in die Hündin ein. Schon bei einer leichten Erektion würde es nicht mehr funktionieren. Damit er das schafft, hat er einen Knochen im Penis.

    – Das Hängen geschieht nicht völlig ohne Grund. Du schreibst, dass es unwahrscheinlich ist, dass das Ejakulat zurückfließt. Tatsächlich ist es aber so, dass nach der Trennung oft ein nicht geringer Teil mit ausfließt. Das verringert die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung aber nicht groß. Zumindest in den ersten Minuten macht das Hängen durchaus Sinn, da somit das Sperma Zeit hat, weit genug vorzudringen.

    – In der Natur stört das Hängen nicht sonderlich. Caniden haben kaum natürliche Feinde. Wölfe beispielsweise könnten höchstens mit Bären Probleme bekommen, die Wahrscheinlichkeit für so ein Zusammentreffen ist aber gering. Einzig Konkurrenz könnte ein Problem werden, aber auch hängende Tiere können sich ordentlich wehren.

    – “verschiedene Sperma-Qualitäten”? Es gibt drei Fraktionen: Die erste Fraktion hat nur ein geringes Volumen und besteht hauptsächlich aus Sekreten zur Reinigung der Harnröhre und zum zusätzlichen Befeuchten der Hündin. Die zweite Fraktion enthält die Spermien und ist der wichtige Teil für die Befruchtung. Auch diese Fraktion hat nur ein geringes Volumen und ist innerhalb der ersten Minute des Aktes abgeschlossen. Die dritte und größte Fraktion ist wieder klare Flüssigkeit, welche “von hinten schiebt” und somit das Vorankommen der Spermien unterstützt.

    Es ist also weder ein “Sexunfall” noch etwas Sonderbares. Hier Rätselt niemand mehr rum, jedenfalls niemand, der sich mit dem Geschlechtsverkehr von Hunden auskennt.

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  • 27. Oktober 2018 um 11:58
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    Jetzt muss ich auch mal etwas dazu schreiben…
    Uns ist genau so etwas gestern Nacht passiert, nach dem Akt hat sich unser Männlein verhängt in unsere Hündin… Es dauerte über 5h bis sie endlich wieder “frei” waren. Ich rief sogar den Notdienst an, dieser wusste keinen anderen Rat als kühlen. Das machten wir auch und Gott sei Dank war es dann nach einer weiteren Stunde endlich vorbei. Man braucht viel Geduld und muss hoffen, dass die Hündin nicht ständig abhauen will, denn sie schleift das Männchen einfach hinter sich her ohne Rücksicht auf Verluste…

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